Ein Leser auf X warf mir einen Satz hin, der wie ein Kiesel im Getriebe knirscht: „Hätten Sie diese Zeilen nicht schon vor einigen Jahren schreiben können, bevor der grüne Mist ans Ruder kam?“ Der Satz enthält die beruhigende Unterstellung, es habe einen Zeitpunkt gegeben, an dem ein klug formulierter Text den historischen Kurswechsel noch elegant hätte umbiegen können. Er enthält die kindliche Vorstellung, Politik sei eine Art Lenkgestänge, das man nur früh genug packen müsse. Und er enthält, ganz nebenbei, die bequemste Entlastung: Schuld ist immer dort, wo man selbst nicht steht.
Der Anlass war meine EU Kritik im Windschatten eines Satzes, den Elon Musk in die Welt setzte: „Time to abolish the EU.„1 Dazu kam ein Beitrag von Gerhard Mey, der in jenem leicht süsslichen Tonfall argumentiert, den man in Europa so liebt: als sei die EU nicht eine konkrete Machtarchitektur mit Incentives, sondern ein moralischer Raum, den man nur „besser erklären“ müsse.2
Meine spontane Antwort an den Leser war knapp: zu jung, ja, aber selbst der frühere Text hätte kaum etwas geändert; die Ursache liege nicht bei einer Farbe, sondern beim Souverän, bei Lethargie, Agonie, Apathie, beim Desinteresse und bei einem besonders in Deutschland verbreiteten Rechtspositivismus, der jede Norm in ein Beruhigungsmittel verwandelt, sobald sie gedruckt ist. Ich schreibe dies in aller Deutlichkeit, weil es der Kern ist, den man nicht wegmoderieren kann.
Vom Leben als Lone Wolf
Seit Jahren lebe ich als Einzelkämpfer, als „lone wolf“ im wörtlichen Sinn: nicht als Pose, sondern als soziologische Tatsache. Weil ich alles verloren habe. Meine wirtschaftliche, soziale Existenz, Freunde, Wohnung, Hausrat, Bibliothek. Dennoch arbeite ich weiter mit maximaler begrifflicher Disziplin, trenne Beobachtung, Modell, Interpretation und Werturteil. Ich bemühe mich um verifizierbare Aussagen, weil die Welt bereits genug von Nebelkerzen hat. Und ich sehe ein Muster, das sich nicht als Zufall wegwischen lässt: Sobald etwas konkret wird, aktenförmig, fristgebunden, haftungsträchtig, verschwindet die angeblich so grosse Bereitschaft zur Solidarität wie ein Nebel im Föhn.
Das Muster zeigt sich brutal in meinem portugiesischen Arbeitsgerichtsverfahren.3 4 Dort kämpfe ich seit 2021 (sic!) gegen übermächtige Gegner faktisch allein. Und bis heuer am 09.01.2026 ist nicht einmal die Hauptverhandlung anberaumt. Seit der Mandatsniederlegung am 19.11.2025 des achten Patronos5 (sic!) durch einen Rechtsanwalt, der mir schwarz auf weiss bestätigt hat, dass er geltendes Recht nicht in Portugal anwenden oder gar verteidigen wird, herrscht erneut Stillstand: Die zuständige Rechtsanwaltskammer in Lissabon blieb untätig; trotz meiner Erinnerung Ende Dezember 2025 herrscht bis heute, am 09.01.2026, Funktstille. Dieser Stillstand ist nicht bloss eine Verzögerung, er ist eine institutionelle Verweigerung von Verfahrensförderung durch Nichtentscheidung, eine jener „negativen Handlungen“, die nach aussen unsichtbar sind, nach innen aber Leben zerstören.
Parallel dazu habe ich den klassischen Weg der Unterstützungssuche bis zur Selbstkarikatur ausgeschöpft. In Portugal, Irland und Deutschland schrieb ich Kanzleien an. Im Herbst 2025 ging eine Serie von Anschreiben an rund 30 Kanzleien; nach Erinnerungen kamen lediglich 5 schriftliche Absagen, der Rest: Schweigen. In Portugal schrieb ich bereits 2023 Abgeordnete an; im Herbst 2025 wiederholte ich es, rund 60 Mitglieder des portugiesischen Parlaments, persönlich adressiert. Nicht einmal eine Eingangsbestätigung. In Deutschland ging ich 2023 in maximale Streuung: Gewerkschaften; Presse; sämtliche im Bundestag vertretene Parteien; alternative Medien, das ganze Spektrum, das man sich nur ausdenken kann. Ergebnis: Null Reaktion. Kein Dialog, keine Rückfrage, kein „wir haben es erhalten“, kein überhaupt rein gar nichts unter gar keinen Umständen. Nada. Rien. Nothing.
Das Tragische ist nicht, dass Menschen anderer Meinung wären. Das Tragische ist die Abwesenheit eines Minimums an Rückkopplung, eines Minimums an Zivilisationssignal. Und das Tragische ist, dass ich alles belegen kann: Sendeberichte, Faxprotokolle, Zustellbestätigungen, Erinnerungsmails, alles sauber archiviert. Mein Befund ist nicht Stimmung, sondern dokumentierter Verlauf.
Vom Recht. Von der Empörung. Vom Schweigen.
Noch klarer als im portugiesischen Verfahren zeigt sich das Muster dort, wo die Empörung bei viel zu Vielen besonders gross ist, weil kein Individuum persönlich betroffen ist. Am 22.12.2025 habe ich beim Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerde eingelegt, verbunden mit einem Antrag auf einstweilige Anordnung nach § 32 BVerfGG;6 der Schriftsatz ist auf den 21.12.2025 datiert, ein Aktenzeichen ist bislang nicht zugeteilt, die Übermittlungswege sind dokumentiert.7 8
Parallel zum juristischen Teil läuft wieder die zweite Ebene, die ich ungern, aber sauber ausspreche, weil sie zur demokratischen Realität gehört. Trotz professionell aufbereiteter Unterlagen, zitierfähiger Anträge und klarer Abgrenzung zwischen Gesichertem und Wertung herrscht im Milieu der sogenannten Gegenöffentlichkeit, wahlweise auch alternative Medien erneut ohrenbetäubendes Schweigen. Keine Bezugnahme, keine Nachfrage, keine minimale Rückkopplung, nicht einmal dort, wo man seit Jahren gern im Abstrakten über WHO, IGV und Freiheit doziert. Namen sind hier entbehrlich, das Muster ist stabil genug.
Wer Opposition als Pose betreibt, aber bei Aktenlage abtaucht, arbeitet nicht gegen Macht, sondern für deren bequemste Form, die Verantwortungsdiffusion. Der Preis dieser Bequemlichkeit wird nicht kollektiv bezahlt, sondern individuell, und er wird stets von jenen getragen, die den Fehler machen, Begriffe ernst zu nehmen, Fristen ernst zu nehmen, Konsequenzen ernst zu nehmen.
Vom Modell einer Erklärung
Wer dieses Muster verstehen will, muss eine unbequeme Einsicht zulassen: Schweigen ist oft keine Panne, sondern ein Gleichgewichtszustand. Menschen handeln nicht primär nach Wahrheit, sondern nach Kosten und Risiken, nach sozialem Druck, nach Opportunitätskosten, nach erwarteter Sanktion. Das ist unerquicklich, aber gut erforscht.
Erstens: kollektives Handeln kollabiert regelmässig, wenn Nutzen diffus und Kosten individuell sind. Das ist der alte Mechanismus des „public good“ Problems: Jeder profitiert, wenn jemand anderes die Last trägt; also trägt am Ende niemand die Last, ausser dem, der nicht anders kann.9
Zweitens: politisches Wissen und Engagement leiden an rationaler Ignoranz. Wer wenig Einfluss auf das Ergebnis erwartet, investiert wenig in Information. Nicht weil Menschen dumm wären, sondern weil sie ökonomisch reagieren: Aufwand hoch, Grenznutzen gering.10
Drittens: soziale Systeme reagieren auf Risiko mit Konformität. Asch zeigte im Labor, wie leicht Urteil unter Gruppendruck kippt. Milgram zeigte, wie weit Gehorsam gegenüber Autorität reichen kann, selbst gegen die eigene Intuition. Das sind keine historischen Kuriositäten, sondern Bausteine für das Verständnis moderner Institutionen, in denen Hierarchie, Karrierepfade und Linientreue die feinen Drähte sind, mit denen man Menschen bewegt.11
Viertens: je mehr potenzielle Helfer es gibt, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass jemand hilft. Verantwortung diffundiert. Das ist der bystander effect, sauber experimentell gezeigt. In digitalen Öffentlichkeiten wird daraus ein struktureller Defekt: Millionen sehen etwas, niemand fühlt sich zuständig.12
Fünftens: Gesellschaften stabilisieren sich über Preference Falsification. Menschen sagen öffentlich etwas anderes als privat, weil die sozialen Kosten der Wahrheit zu hoch sind. Dadurch entsteht eine Scheinmehrheit, die sich selbst verstärkt. Und gerade dieses Schweigen, diese öffentliche Pose, ist der Leim, der dysfunktionale Gleichgewichte zusammenhält, bis sie plötzlich kippen.13
Sechstens: kollektives Verhalten folgt Schwellen. Ein paar frühe Akteure können eine Kaskade auslösen, aber nur, wenn genügend viele eine niedrige Schwelle haben. Hat die Mehrheit eine hohe Schwelle, bleibt alles stehen, selbst wenn viele innerlich längst zweifeln.14
Siebtens, und das trifft Europa ins Mark: Der Wissens- und Verantwortungszerfall ist nicht bloss ein Moralproblem, sondern ein Koordinationsproblem. Hayek beschrieb, warum verteiltes Wissen nicht zentral planbar ist, ohne dass Signale verzerrt werden. Überträgt man das von Preisen auf politische Verantwortung, erkennt man das Muster: Je zentraler, je bürokratischer, je mehr Zwischeninstanzen, desto mehr wird Signal in Ritual verwandelt.15
Schliesslich: Rechtspositivismus als Sedativum. Kelsen ist als analytischer Jurist ein Meister, aber als Volksreligion wird Positivismus toxisch: „Es steht im Gesetz“ ersetzt die Frage, ob eine Norm legitim, kohärent, vollziehbar, freiheitsverträglich ist. Die Norm wird zur moralischen Ausrede, nicht zur rationalen Leitplanke.16
Meine eigene „double gaussian“17 ad-oc These in diesem Kontext ist nicht als akademischer Anspruch gemeint, sondern als heuristische Skizze:18 Ich beobachte eine Verteilung, in der ein kleiner Cluster hochsensitiv für Inkonsistenzen, Machtverschiebungen und Regelmissbrauch ist, während ein grosser Cluster diese Signale entweder nicht wahrnimmt oder aktiv dämpft, weil sie psychisch und sozial zu teuer wären. Das ist kein kanonisiertes Forschungsresultat; es ist ein Arbeitsmodell, das erklären soll, weshalb derselbe Sachverhalt bei einigen Alarm auslöst und bei vielen bloss Achselzucken.
Von der Interpretation
Setzt man dieses Modell auf meinen Verlauf an, wird das Schweigen erklärbar, ohne dass man Verschwörungen bemühen muss.
Die portugiesische Verfahrensrealität zeigt, wie Institutionen durch Nichttätigkeit Macht ausüben. Ein Patrono legt das Mandat nieder, die Kammer handelt nicht, Fristen und Terminierungen hängen in der Luft. Das ist nicht nur schlecht organisiert. Das ist ein System, in dem Verantwortung so verteilt ist, dass sie im entscheidenden Moment nirgends greifbar wird. Dass das Recht einen Rahmen für escusa und für die Rolle der Ordem dos Advogados kennt, ist bekannt; gerade deshalb wird die Untätigkeit als Fakt so unerquicklich, weil sie nicht aus Unwissen entsteht, sondern aus Prioritätensetzung oder aus struktureller Trägheit.19
Die Nichtreaktion von Kanzleien passt ebenso in das Bild: Jeder einzelne Akteur sieht Risiko, Aufwand, Unklarheit, möglicherweise Reputationskosten, vielleicht auch bloss die schlichte Abneigung gegen Fälle, die nach Streit, Arbeit und Standhaftigkeit riechen. Wer es sich leisten kann, sagt lieber gar nichts. Schweigen ist billig, Absage ist schon ein Dokument.
Die Nichtreaktion politischer Adressaten folgt derselben Logik. Ein Abgeordneter gewinnt wenig, wenn er einen komplexen Fall aufnimmt; er kann aber verlieren, wenn er sich in etwas hineinzieht, das nicht in die Parteistrategie passt, das Konflikte mit Institutionen erzeugt oder das schlicht Arbeit macht. Also: ignorieren, hoffen, dass es verschwindet. Die Demokratie wird dann zum Ritual, das man alle paar Jahre mit einem Kreuzchen bedient, während die alltägliche Verantwortungsarbeit verweigert wird.
Das Gleiche gilt für Medien, Gegenmedien, alternative Medien. Die Pose kritisch ist extrem billig, solange sie im Abstrakten bleibt. Sobald Aktenzeichen, Fristen, konkrete Anträge, prüfbare Dokumente auftauchen, kippt das Kosten-Risiko-Kalkül. Dann wird aus der grossen Empörung ein kleines Schweigen, ein laues Lüftchen, aus der stolz geschwellten Brust dann doch der Bückling und das obligate Duckmäusertum. Das ist die Stelle, an der „Komfortpublizistik“ nicht als Polemik, sondern als Diagnose taugt: Empörung als Ware, Aktenlage als Gefahr.
Und ja, diese Logik reicht bis in die EU Debatte. „Time to abolish the EU“ ist als Satz trivial, weil er bloss maximalisiert. Interessant ist, warum er Resonanz bekommt: Weil viele Menschen intuitiv spüren, dass die EU als Maschine gebaut ist, Optionen zu verwischen, Entscheidungen zu zerfasern und Konsequenzen zu kollektivieren, bis sie unauffindbar werden. Das ist keine geheime Agenda, das ist institutionelles Design, die Summe aus Kompetenzstreuung, Ausschussarchitekturen, Delegationsketten, Kommunikationsabteilungen, Verantwortungsdiffusion.
Vom harten Urteil
Hier endet die kühle Analyse und beginnt die moralische Zumutung: Wer Freiheit will, muss Verantwortung wollen. Wer Verantwortung scheut, wird verwaltet. Wer Verwaltung mit Moral verwechselt, wird regiert von den Unfähigsten, weil Unfähigkeit im diffusen System am wenigsten sanktioniert wird. Das ist der Punkt, an dem man nicht mehr über Farben sprechen sollte, sondern über Anthropologie.
Der Leser fragte, ob ich früher hätte schreiben können. Die ehrlichere Frage lautet: Warum lesen so viele erst dann, wenn es ihnen persönlich weh tut, und warum lesen so wenige dann konsequent weiter, wenn aus Lesen Handeln würde. Genau dort liegt die Ursache. Nicht bei „den Grünen“, nicht bei „der EU“, nicht bei „den Medien“ allein, sondern beim Bürger, der sich in die Komfortzone des Nichtzuständigseins flüchtet.
Ich bin in dieser Hinsicht ein unhöflicher Fall, weil ich mich einem Umstand defnitiv verweigere. Ich brauche keinen Führer. Ich führe lieber selbst. Das ist kein Heldenspruch, es ist eine Notwendigkeit, wenn man erlebt hat, wie schnell Institutionen, die sich rechtsstaatlich nennen, in Formalismus kippen, in Trägheit, in Schweigen.
Vom Lone Wolf. Vom Verlust einer Existenz.
Meine Bilanz ist unerquicklich und zugleich glasklar: Seit 2021 kämpfe ich in Portugal faktisch allein. Seit 2023 habe ich in Deutschland und darüber hinaus um Unterstützung gebeten, ohne Rückkopplung. Im Herbst 2025 schrieb ich erneut 60 Abgeordnete in Portugal an, wiederum ohne Eingangsbestätigung. Über 30 interationale Kanzleien in Portugal, Irland, Deutschland, United Kingdom antworteten mehrheitlich nicht. Medien, Gegenmedien, alternative Medien, Organisationen, Gewerkschaften: Schweigen so laut wie der Urknall. Und parallel dazu baue ich technische Infrastruktur auf einem Sicherheitsniveau, das ich für meine Möglichkeiten als Einzelkämpfer für world class halte,20 21 22 ohne dass daraus auch nur ansatzweise jene Kooperationssignale entstehen, die man in einem funktionierenden Ökosystem erwarten würde.
Das ist die nackte Lage. Das Existenzielle daran ist nicht theoretisch, sondern physisch: Ich habe meine wirtschaftliche und soziale Existenz verloren, meine Wohnung, meine Bibliothek. Übrig blieb ein wenig Kleidung und mein Laptop. Sonst nichts. Nicht einmal eine heisse Mahlzeit kann ich mir zubereiten. Wer das romantisiert, hat nie erlebt, wie die doch so gern bemühten „Systeme“ Menschen zermahlen, ohne dass irgendwo ein Täter im klassischen Sinn greifbar wäre.
Resilienz ist ein Modewort, das man gern in Präsentationen klebt. Ich lebe es, ohne Sponsoring, ohne Bühne. Und ich halte an dem Satz fest, den frühere Freunde über mich sagten, weil er eine schlichte Wahrheit trifft: Wo ich bin, da ist vorne.
- https://x.com/elonmusk/status/1997279856003010954 ↩︎
- https://x.com/gerhardmey_/status/2009154351793885582?s=20 ↩︎
- https://coresecret.eu/2025/12/02/vom-staatsversagen/ ↩︎
- https://coresecret.eu/2025/11/27/von-der-europaeischen-jurisprudenz/ ↩︎
- https://www.pgdlisboa.pt/leis/lei_mostra_articulado.php?artigo_id=80A0034&ficha=1&nid=80&nversao=&pagina=1&tabela=leis ↩︎
- https://www.gesetze-im-internet.de/bverfgg/__32.html ↩︎
- https://coresecret.eu/2026/01/08/pressemappe-001-2026/ ↩︎
- https://coresecret.eu/2025/12/26/pressemitteilung-001-2025/ ↩︎
- https://www.researchgate.net/profile/Uwe-Wilkesmann/publication/274079315_Olson_Mancur_-_The_Logic_of_Collective_Action/links/551547510cf2b5d6a0e98875/Olson-Mancur-The-Logic-of-Collective-Action.pdf ↩︎
- https://sites.socsci.uci.edu/~bgrofman/B66-Anthony-Downs.pdf ↩︎
- https://nwkpsych.rutgers.edu/~kharber/selectedtopicsinsocialpsychology/READINGS/Asch%201951%20Group%20pressure%20and%20judgment.pdf ↩︎
- https://scispace.com/pdf/bystander-intervention-in-emergencies-diffusion-of-4v8swxtbpe.pdf ↩︎
- https://archive.org/details/privatetruthspub0000kura ↩︎
- https://www.pushkin.fm/wp-content/uploads/imported-files/granovetter78threshold.pdf ↩︎
- https://home.uchicago.edu/~vlima/courses/econ200/spring01/hayek.pdf ↩︎
- https://cdn.oujdalibrary.com/books/612/612-pure-theory-of-law-%28www.tawcer.com%29.pdf ↩︎
- „Seit Jahren diskutiere ich mit meinem Bruder die Frage, wie viele Menschen überhaupt in der Lage sind, komplexe Systeme rational und reflektiert zu durchdringen. Wir sind zu der für viele vermutlich beleidigenden, für uns aber empirisch naheliegenden Arbeitsthese gekommen, dass der Anteil verschwindend klein ist.
Ich spreche intern gern von einer Double-Gaussian-Verteilung. Das ist keine wissenschaftlich sauber hergeleitete Populationsstudie, sondern ausdrücklich eine heuristische Skizze, die sich aus Beobachtung und Erfahrungswissen speist, nicht aus formalisierten statistischen Verfahren. Der Gedanke lautet vereinfacht: Es gibt eine erste grosse Glockenkurve, die normale Alltagsintelligenz abbildet, und darüber eine zweite, wesentlich kleinere Kurve, die Personen repräsentiert, die nicht nur intelligent im Sinne u.a. von Weltwissen und Methodenkompetenz sind, sondern dauerhaft abstrakte Modelle halten, vergleichen, falsifizieren und neu aufbauen können.“, https://coresecret.eu/2025/12/03/von-der-komplexitaet/ ↩︎ - Ebenda. ↩︎
- Siehe Fn. 5. ↩︎
- https://dns01.eddns.eu/ ↩︎
- https://git.coresecret.dev/msw ↩︎
- https://coresecret.eu/privacy/ ↩︎
Primärquellen, Standardwerke
Elon Musk, X Post „Time to abolish the EU“ (06.12.2025).
Gerhard Mey, LinkedIn Beitrag zur EU im Kontext der Musk Aussage (12.01.2025).
Grundgesetz (Art. 20, Art. 38, Art. 59), amtliche Fassung.
§ 32 BVerfGG (einstweilige Anordnung), Wortlaut.
WHO, International Health Regulations (2005), konsolidierter Text inkl. Amendments 2014, 2022, 2024 (Notifizierungstext, 10.11.2025).
Portugal: Lei n.º 34/2004 (Regime der patrono nomeado, escusa), Art. 34.
Empirische Arbeiten, Sekundärquellen
Mancur Olson, The Logic of Collective Action (1965) und Diskussionen/Revisionen.
Anthony Downs, An Economic Theory of Democracy (1957), Rezeption.
Mark Granovetter, Threshold Models of Collective Behavior (1978) und Weiterentwicklung.
Timur Kuran, Private Truths, Public Lies (1995), Preference Falsification.
F. A. Hayek, The Use of Knowledge in Society (1945).
Hans Kelsen, Pure Theory of Law (2. Aufl., engl. 1967), Editionsnachweise.
Solomon Asch, Konformitaetsstudien (1951/1952), Volltextscans.
Stanley Milgram, Behavioral Study of Obedience (1963), Volltextscans.
Darley und Latane, Diffusion of responsibility (1968), Volltextscans.
