Von der ideologischen Verblödung

Wenn ich von „ideologischer Verblödung“ schreibe, dann ist das kein Ausrutscher im Ton, sondern eine nüchterne Zustandsbeschreibung. Wir leben in einer Zeit, in der Begriffe nicht mehr dazu dienen, Wirklichkeit zu erfassen, sondern dazu, Wirklichkeit zu entsorgen, wenn sie der Ideologie im Weg steht. Das Wort „Friedensangst“ ist dafür exemplarisch.

Michael Klein hat den Kern dieses Irrsinns auf den Punkt gebracht, wenn er festhält: Man müsse sich „vor Frieden fürchten, nur Krieg gewährt (ökonomische) Sicherheit“. In einem einzigen Satz verschiebt sich das politische Koordinatensystem: Frieden, historisch der Zweck politischer Ordnung, wird zur Gefahr; Krieg wird zur Normalität, zur Voraussetzung von Wohlstand und moralischer Selbstvergewisserung.

Dieses eine Beispiel genügt, um die Grundfrage zu stellen: Wie weit muss eine Gesellschaft bereits in Richtung geschlossene Gesellschaft abgedriftet sein, wenn „Friedensangst“ nicht als krankhafte Anomalie, sondern als diskursfähige Position in Talkshows, Leitmedien und Parteienkonstellationen erscheint?

Für mich ist klar: Was Klein als „Zeitalter ideologischer Verblödung“ beschreibt, ist keine polemische Überhöhung, sondern die präzise Beschreibung eines Zustands, in dem zentrale Funktionsmechanismen der offenen Gesellschaft nach Karl Popper ausser Kraft gesetzt sind. Genau darüber möchte ich sprechen.

Karl Popper hat mit Die offene Gesellschaft und ihre Feinde bereits 1945 aufgeschrieben, was wir heute wieder mühsam lernen müssen: Eine offene Gesellschaft lebt von der prinzipiellen Kritisierbarkeit ihrer eigenen Grundlagen. Sie ist kein Zustand ewiger Harmonie, sondern ein fragiles Arrangement, in dem Theorien, Weltbilder und politische Programme nur so lange Bestand haben, wie sie der Realität standhalten.

Die geschlossene Gesellschaft ist das Gegenteil. Sie definiert eine grosse Erzählung, die richtige Klasse, die richtige Rasse, den richtigen „Fortschritt“, die richtige „Weltrettung“, baut um diese Erzählung ein System von Tabus und Feindbildern und erklärt jeden Widerspruch zu Irrtum, Verrat oder Krankheit. Kritik wird nicht geprüft, sondern pathologisiert.

Poppers entscheidender Punkt ist dabei nicht moralisch, sondern erkenntnistheoretisch: In einer offenen Gesellschaft ist jede Theorie grundsätzlich falsifizierbar. In der geschlossenen Gesellschaft wird die Ideologie so gebaut, dass sie nicht scheitern darf. Wenn die Fakten widersprechen, werden die Fakten verbogen.

Genau hier setzt meine Diagnose an: Ich sehe seit gut zwei Jahrzehnten, zumindest seit der Jahrtausendwende mangels Lebensjahren, wie sich in der Bundesrepublik und im weiteren EU-Raum hermetisch abgeschlossene Ideologieräume bilden, die keine echte Falsifikation mehr zulassen. Klein beschreibt mit seinem Begriff der „ideologischen Verblödung“ das Endstadium dieses Prozesses: eine geistige Landschaft, in der die Diskrepanz zwischen Ideologie und Realität so gross geworden ist, dass nur noch radikale Begriffsverdrehung den Schein aufrechterhält.

Klimawahnsinn, Coronaplandemie, Austauschmigration, Degrowth auf Steinzeitniveau, Transbeklopptose

Wenn ich die letzten zwanzig Jahre Revue passieren lasse, erkenne ich eine Serie von Themenfeldern, in denen sich genau dieser Übergang vollzogen hat, weg von pluraler, kritischer Auseinandersetzung, hin zu hermetisch versiegelten Dogmen.

Im Bereich der Klimapolitik ist es längst nicht mehr möglich, offen über Alternativen zu sprechen, ohne sofort in die Schublade „Klimaleugner“ gesteckt zu werden. Es geht kaum noch um empirische Fragen, welche Modelle leisten was, welche Massnahmen haben welche Nebenwirkungen, sondern um die Zugehörigkeit zu einem moralischen Lager. Wer an der Effizienz bestimmter Instrumente zweifelt, wird nicht als Gesprächspartner behandelt, sondern als Problem.

In der Migrations- und Identitätspolitik ist das Muster identisch. Hinweise auf Integrationsdefizite, Kriminalitätsstatistiken oder Parallelgesellschaften werden in grossen Teilen der Medienlandschaft nicht als Ausgangspunkt für Analyse genommen, sondern als Anlass zur Denunziation. Die Botschaft lautet: Zulässig sind nur jene Interpretationen, die das vorgegebene Narrativ stützen. Alles andere ist „rechts“, „menschenfeindlich“ oder sonst wie delegitimiert.

Die Corona-Phase war in dieser Hinsicht ein Brennglas. Wer frühzeitig auf die schwache Evidenz für Lockdowns, die massiven Kollateralschäden oder die Risiken einer hastig ausgerollten Gentherapie hingewiesen hat, wurde nicht als Teil einer notwendigen Debatte behandelt, sondern als „Gefährder“. Damit war der Schritt in den Dummenkult vollzogen: Statt Wissen gegen Wissen zu stellen, wurde Gehorsam gegen Skepsis gestellt.

Mit dem Ukraine-Krieg schliesslich hat sich dieses Muster weiter zugespitzt. Die Vorstellung, dass Diplomatie, neutrale Vermittlung oder eine eigenständige europäische Sicherheitsarchitektur legitime Optionen sein könnten, wurde vielerorts durch den Reflex ersetzt, jeden Ruf nach Deeskalation moralisch zu disqualifizieren. In dieses Klima hinein fällt der Begriff „Friedensangst“ – und entfaltet genau deshalb seine entlarvende Wirkung.

Gemeinsam ist all diesen Feldern eines: Die Grundannahmen sind diskursunfähig geworden. Es darf über Details gestritten werden, aber nicht mehr über die Leitplanken. Wer an diese Leitplanken rührt, verlässt den „safe space“ des herrschenden Diskurses und wird als personelles Problem markiert. Popper hätte gesagt: Wir sind aus dem Reich der falsifizierbaren Theorien in das Reich der sakralisierten Dogmen hinübergerutscht.

Vom Irrtum zum Wahn

Ideologische Verblödung fällt nicht vom Himmel. Sie ist das Ergebnis eines schrittweisen, aber beschleunigten Prozesses. Ich sehe darin vier wesentliche Mechanismen, die sich gegenseitig verstärken.

Dogmatisierung von Annahmen.
Was ursprünglich als Hypothese oder politisches Programm begann, wird zur unangreifbaren Wahrheit erklärt. Klima, Migration, „Weltgesundheit“, Kriegspolitik, EU-Integration, in all diesen Feldern gibt es Grundannahmen, die nicht mehr empirisch diskutiert werden, sondern als moralischer Imperativ auftreten. Eine offene Frage („Welche Massnahme wirkt wie?“) wird zur geschlossenen Antwort („Es gibt nur diese eine richtige Linie“).

Immunisierung gegen Kritik.
Sobald ein Dogma etabliert ist, wird Kritik nicht mehr als Beitrag zur Wahrheitssuche begriffen, sondern als Angriff auf die Gemeinschaft. Die Kritik wird nicht inhaltlich bearbeitet, sondern dem Kritiker wird ein Motiv unterstellt: Hass, Menschenfeindlichkeit, „Verschwörungsdenken“, „Putin-Nähe“, „Wissenschaftsfeindlichkeit“. Popper hat genau diesen Schritt beschrieben: Theorien werden nicht mehr an der Realität, sondern an der Gesinnung der Kritiker gemessen.

Moralisierung des Diskurses.
Je grösser die Lücke zwischen Ideologie und Realität wird, desto stärker muss man emotional aufladen. Die Folgen der Corona-Massnahmen, die realen Kosten von Sanktionsregimen, die sozialen Spannungen aus Migrationspolitik, all das wird übertönt durch moralische Hochspannung. Wer auf harte Zahlen verweist, wird auf Gesinnungsfragen zurückgestossen. Nicht mehr das Argument zählt, sondern das Bekenntnis.

Sprachverdrehung bis zur Unkenntlichkeit.
An dem Punkt, an dem Realität und Ideologie weit auseinanderliegen, genügt es nicht mehr, abweichende Fakten zu verdrängen. Man muss die Sprache selbst umprogrammieren. Genau dort tauchen Begriffe wie „Friedensangst“ auf. Frieden wird zur Bedrohung etikettiert, Krieg zur Voraussetzung moralischer Integrität. Wer noch mit gesundem Menschenverstand auf die Absurdität hinweist, wirkt in einem solchen System wie derjenige, der „verrückt“ geworden sei. in Wahrheit ist es die ideologische Schablone, die jede Beziehung zur Wirklichkeit verloren hat.

Das Ergebnis ist der Zustand, den ich ohne Zögern als Dummenkult bezeichne: eine Gesellschaft, in der Intelligenz nicht mehr darin besteht, Wirklichkeit zu erkennen, sondern darin, die widerspruchsfreie Innenlogik der Ideologie nachzuvollziehen. Je besser jemand in der Lage ist, offenkundige Absurditäten zu reproduzieren, desto höher seine Karrierechancen.

Immer kürzere Intervalle, immer grössere Sprünge

Was mich seit einigen Jahren besonders alarmiert, ist nicht nur die Existenz dieser Ideologieräume, sondern die Geschwindigkeit, mit der sie nacheinander etabliert werden. Die Intervalle zwischen den grossen Themenregimen werden kürzer, die Sprünge radikaler.

Zwischen der Euro-Einführung und der nächsten Krisenphase lagen noch Jahre. Zwischen der Klimawende-Rhetorik und der totalen Moralisierung des CO₂-Diskurses verging immerhin ein Jahrzehnt. Aber ab Corona kippt die Taktung: Innerhalb weniger Monate wurden grosse Teile der Grundrechte temporär ausser Kraft gesetzt, abweichende Positionen nicht nur als falsch, sondern als gefährlich gebrandmarkt. Kaum war dieser Diskurs halbwegs abgeklungen, war der Ukraine-Krieg der neue moralische Prüfstein.

Diese Beschleunigung ist kein Zufall. Sie ergibt sich aus der Verbindung von politischem Betrieb, Medienlogik und digitaler Empörungsökonomie. Wer heute in diesen Netzwerken von Aufmerksamkeit überleben will, braucht permanent hohe Erregung. Sachliche, nüchterne Debatten tragen nicht. Also werden Krisen inszeniert, als Dauerzustand verstetigt, als moralische Prüfsteine stilisiert.

Popper hat davor gewarnt, „holistische“ Grossprojekte zu politischen Heilsmitteln zu machen. Er wusste, dass Gesellschaften, die sich in eine Serie von totalen Missionen treiben lassen, am Ende anfällig werden für autoritäre Lösungen. Die moderne Variante ist nicht mehr der eine grosse Fünfjahresplan, sondern die Abfolge sich überlagernder Ideologiepakete: Klima, Pandemie, Krieg, „Desinformation“, „Hassrede“, Chatkontrolle.

Je schneller diese Pakete aufeinander folgen, desto weniger Raum bleibt für echte Fehlerkorrektur. Die offene Gesellschaft lebt von Innehalten, Reflexion, Kurskorrektur. Die geschlossene Gesellschaft lebt von eskalierender Bewegung: Keine Zeit für Zweifel, keine Geduld für Zahlen, keine Toleranz für abweichende Perspektiven. Immer in Bewegung, die ideologische Richtung ist egal.

Verlust von Rationalität, Wissenschaft und Recht als Schutzinstanzen

Ideologische Verblödung ist kein rein geistiges Phänomen. Sie hat sehr konkrete Konsequenzen für Wissenschaft, Recht und gesellschaftliche Stabilität.

In der Wissenschaft ist der Schaden offensichtlich. Wenn Förderlogik, Berufungspraxis und Publikationschancen zunehmend davon abhängen, ob Projekte und Ergebnisse in den herrschenden Ideologieraum passen, dann verkommt Wissenschaft zu einem Legitimationsservice. Man produziert nicht mehr Erkenntnis mit offenem Ausgang, sondern liefert Bestätigungen für bereits beschlossene Deutungen. Das Etikett „wissenschaftsbasiert“ wird dann zur Leerformel, die jede Kritik abwürgen soll: Wenn „die Wissenschaft“ gesprochen hat, hat der Bürger zu schweigen.

Im Recht sehe ich einen ähnlichen Drift. Rechtsstaatliche Garantien, vom allgemeinen Gleichheitssatz über die Unschuldsvermutung bis zur Verhältnismässigkeit staatlicher Eingriffe, werden immer öfter opportunistisch uminterpretiert. Bei missliebigen Gruppen werden Ermittlungsdruck, Strafverfolgung und staatliche Repression hochgefahren, bei politisch genehmen Gruppen drücken dieselben Institutionen beide Augen zu. In einer solchen Konstellation verliert das Recht seine Schutzfunktion gegenüber dem Bürger und wird zum Steuerungsinstrument der Ideologie.

Für die gesellschaftliche Stabilität ist das Gift. Wenn Menschen den Eindruck haben, dass Fakten nichts mehr gelten, dass Wissenschaft käuflich oder opportunistisch wirkt, dass das Recht politisch gebogen wird, dann endet das Vertrauen. Der Rückzug ins Private, der Zynismus gegenüber Institutionen, die Flucht in Parallelstrukturen sind die logische Folge. In der Sprache Poppers: Die Gesellschaft verliert ihr Korrektivsystem und rutscht in eine Art tribale Fragmentierung zurück, nur dass die Stämme jetzt nicht mehr über Blut, sondern über Narrative definiert werden.

Verbindung zu Überwachung und Kontrollfantasien

Ideologische Verblödung bleibt nicht im Kopf. Sie drängt nach technischen und juristischen Strukturen, die den einmal etablierten Deutungsraum absichern. Hier schliesst sich der Kreis zur Chatkontrolle und zu den immer massiveren Versuchen, digitale Kommunikation, Finanzströme und Informationsflüsse unter totale Aufsicht zu stellen.

Wenn ich den Diskurs über „Desinformation“, „Hassrede“ und „Kinderschutz“ in digitalen Räumen anschaue, erkenne ich stets das gleiche Muster: reale Probleme werden als Türöffner verwendet, um Instrumente zu legitimieren, die weit darüber hinausgehen. Einzelfälle werden hochgezogen, um Massenüberwachung als rationales, ja moralisch gebotenes Mittel darzustellen.

Das IT-Grundrecht des Bundesverfassungsgerichts, das ich an anderer Stelle ausführlich beleuchtet habe, ist genau als Schutzwall gegen diese Entwicklung gedacht. Es soll verhindern, dass der Staat, direkt oder über Verpflichtung von Plattformen und Herstellern, informationstechnische Systeme der Bürger in Überwachungsinfrastrukturen verwandelt.

Eine Gesellschaft, die ideologisch verflacht ist, wird diesen Schutzwall als störend empfinden. Wer sich intellektuell daran gewöhnt hat, Frieden als Bedrohung und Krieg als Normalität umzucodieren, wird wenig Skrupel haben, auch Grundrechte als „veraltet“ oder „naiv“ zu behandeln. Das ist die eigentliche Gefahr der ideologischen Verblödung: Sie baut nicht nur hermetische Denkblasen, sie bereitet auch die Bereitschaft vor, fundamentale Schutzmechanismen des Rechtsstaats zu opfern.

Beobachtungen

Ich schreibe all dies nicht aus der Position eines aussenstehenden Beobachters, dem das alles bloss intellektuell auffällt. Ich stehe selbst seit Jahren an jener Schnittstelle, an der technische Rationalität, rechtliche Analyse und politische Realität kollidieren. Ich rechne, ich überprüfe, ich analysiere. Ich vergleiche Ansprüche mit Realitäten, Gesetze mit Verfassungen, Sicherheitsversprechen mit tatsächlichen Risiken.

Je gründlicher ich rechne, desto klarer wird mir, wie gross die Diskrepanz geworden ist, zwischen dem, was politisch behauptet wird, und dem, was faktisch tragfähig ist. Und je deutlicher ich diese Diskrepanz benenne, desto häufiger begegne ich nicht argumentativer Auseinandersetzung, sondern Einordnung: „rechts“, „extrem“, „Verschwörung“, „unsolidarisch“.

Genau diese Erfahrung bestätigt mir, wie weit die ideologische Verblödung bereits fortgeschritten ist. Eine erwachsene Gesellschaft müsste Kritik dankbar annehmen, weil sie hilft, Fehler zu identifizieren, Kosten zu begrenzen und Katastrophen zu vermeiden. Eine verblödete Gesellschaft empfindet Kritik als Angriff auf ihre Identität und reagiert mit Abwehr, Diffamierung, Repression, physischer Gewalt und am Ende steht die Vernichtung der Bürger. Und auch diesmal wird die Vernichtung nicht vor den Minnesängern des grassierenden Wahnsinss halt machen.

Ich sehe mich deshalb in einer eigentümlichen Doppelrolle. Einerseits bin ich Staatsbürger oder auch je nach Sichtweise Unionsbürger, der schlicht ein Interesse an einer funktionierenden, rationalen, offenen Ordnung hat. Andererseits werde ich durch die Verhärtung der Diskurse in die Rolle des Störers gedrängt, der an angeblich „geklärten Fragen“ rührt. Genau diese Verschiebung ist ein Kennzeichen jener geschlossenen Gesellschaft, vor der Popper gewarnt hat.

Ideologische Verblödung“ ist eine angemessene Beschreibung. Sie beschreibt einen realen Zustand: eine geistige Verfassung, in der zentrale Systeme, Politik, Medien, übergroße Teile der Wissenschaft, grossinstitutionalisierte Gruppen, nicht mehr fähig oder willens sind, ihre Grundannahmen an der Wirklichkeit zu prüfen.

Friedensangst“ ist kein isolierter Ausrutscher eines überdrehten Kommentars, sondern ein Symptom. Es zeigt, wie weit Sprache sich bereits von der Wirklichkeit entkoppelt hat, wie sehr Begriffe zu Instrumenten geworden sind, um Diskurse zu versiegeln.

Für mich ist der entscheidende Punkt: Diese Entwicklung ist nicht zwangsläufig. Sie ist das Ergebnis von Entscheidungen, von geistiger Verwahrlosung, Feigheit, Bequemlichkeit, Opportunismus, Machtwillen. Sie kann korrigiert werden, aber nur, wenn genügend Menschen bereit sind, genau das zu tun, was der Dummenkult verabscheut: Zahlen auf den Tisch legen, Widersprüche benennen, Begriffe zurückerobern, Grundrechte verteidigen, wo sie als „veraltet“ abgestempelt werden.

Ich akzeptiere niemals nicht unter keinen Umständen, mir einreden zu lassen, dass Frieden gefährlicher sei als Krieg, dass Grundrechte ein Sicherheitsrisiko seien, dass Kritik ein Delikt sei.

Wenn eine Gesellschaft beginnt, sich in einem Dummenkult einzurichten, ist der Untergang unausweichlich und näher, als viele kognitiv überhaupt erfassen können oder wollen. Oder wie ich gerne im Gespräch zum Besten gebe: Die Bürger, also diejenigen, die sich in ihrem Wahn dafür halten, werden sich in nicht allzu ferner Zukunft wünschen, sie lebten im Mittelalter.

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